DRUMS
Schon seit 1997 arbeite ich mit TAMA Drums zusammen. In die Starclassic Serie hatte ich mich bereits unsterblich verliebt, als ich so ein Set zum ersten Mal irgendwo im Laden sah und eine Runde darauf spielte. Es war genau das, was ich wollte: Dünne Kessel, die sofort mit einem sprechen, Gussreifen, wenig Hardware – reduce to the max, sozusagen. Mein erstes Starclassic Maple von damals spiele ich immer noch sehr gerne, es ist jetzt eins meiner Recording Sets und trägt die schöne Farbe Bright Blue. Aktuell benutze ich live oft ein Starclassic Performer Hyperdrive mit Bubinga Aussenlagen. Generell haben alle meine Sets kurze Toms in den sogenannten Jazzgrössen, denn diese entwickeln mehr Ton und sprechen schneller an. In vielen Situationen bestehen meine Sets basismässig aus 22“ BD und 10“, 12“, 14“, 16“ Toms. Relativ oft benutze ich aber auch nur die BD und 2 Toms (10“ + 14“).
Klar, eine Snaredrum braucht man auch, ich habe meistens 2 davon im Set. Eine steht da, wo sie hingehört und die andere links neben der HiHat. Über die Jahre hat sich eine ganz beachtliche Sammlung an Snaredrums angesammelt, die ich fleissig benutze. Neben vielen TAMA Modellen, die ich sehr schätze, gehören auch diverse alte Ludwig Modelle dazu, die gelegentlich zum Einsatz kommen. Unter den Favoriten meiner TAMA Snaredrums sind die rote 12“ x 3,5 Performer, die zum Beispiel auf den meisten Real Groove Band Alben zu hören ist und die 13“ x 4“ Metalworks, die ich oft zum Aufnehmen einsetze, aktuell auf dem neuen Album der Thomas Blug Band.
Meine Hardware besteht im Grossen und Ganzen aus Iron Cobra Doppelpedal (Strap), ebensolcher HiHat, gebogenem TAMA Rack vorne, X-Hat sowie diversen Cymbal-, Tom- und Snareständern.

CYMBALS
Ebenfalls seit 1997 spiele ich MEINL Cymbals, die ich wirklich oberamtlich finde. Waren es am Anfang noch Custom Shop und One of a kind Cymbals aller Art, verwende ich heute überwiegend die Bycanze Serie. Meistens befinden sich als Basisausstattung folgende Becken in meinem Set: 13“ und 14“ HiHats, 16“, 17“ und 18“ Thin- oder Medium Thin Crashes, 8“ und 10“ Splash, 20“ Dry Ride. Letzteres sowie meine 14“ Jazz HiHats sind die derzeitigen Favoriten, aber das ändert sich gelegentlich. Übrigens kenne ich die Entwicklung der MEINL Cymbals schon seit 1980, denn damals hatte ich das Glück, immer mal wieder ein paar ausgezeichnete Prototypen zum Ausprobieren zu erhalten.

DRUMHEADS
Die Felle meiner Wahl heissen EVANS – ich mag sie nicht nur wegen ihres Sounds, sondern auch, weil sie eine wirklich hohe, gleichbleibende Qualität haben und im Gegensatz zu manch anderen Fellen wirklich lange halten - was in der Praxis ein echter Vorteil ist. Auf den Toms habe ich meistens G2 clear oben und G1 clear unten, auf den Snaredrums entweder Powercenter Reverse Dot (auf deutsch: ein normales weisses aufgerauhtes Fell mit einem grossen aufgeklebten Punkt in der Mitte, aber von unten) oder G1 coated. Die Bassdrums habe ich eine Weile gern mit Emad Fellen bestückt, bin aber jetzt wieder zu einlagigen Fellen, also EQ1 und EQ4 zurückgekehrt. Die klingen für mich ein bisschen lebendiger und haben auch im Bassbereich mehr zu bieten, was den Ausschlag gibt. Ab und zu bestücke ich ein Set mit G1 coated auf den Toms, um einen anderen, jazzigeren Sound zu erhalten.
Bassdrums stimme ich meist recht tief, aber so, dass noch ein wenig Ton entsteht – das Fell liegt also nicht nur ungespannt drauf. BD-Resonanzfelle haben bei mir stets ein 6“ Loch und ich stimme sie ein gutes Stück höher als das Schlagfell, damit die Trommel mehr Attack bekommt und sich besser durchsetzt.
Meine Toms stimme ich immer in einer mittleren Tonhöhe und bevorzuge eine resonante Stimmung im Verhältnis Schlag- zum Resonanzfell. Das heisst, ich stimme beide Felle gleich hoch und habe dadurch das maximale Volumen. Für mehr Projektion oder wenn der Raum danach verlangt, stimme ich das Resonanzfell manchmal eine Terz oder Quart höher als das Schlagfell, was die Trommel nebenbei auch kürzer klingen lässt.
Die Snaredrums haben nur eine Gemeinsamkeit, was die Stimmung betrifft: Das Resonanzfell ist immer bretthart und an den 4 Schrauben am Teppich jeweils eine halbe Umdrehung runter gestimmt. Ansonsten ist hier alles möglich, auch die absurdesten Stimmungen.
STICKS
Seit 1985 spiele ich REGAL TIP Sticks, mit denen ich sehr glücklich bin. Meistens übrigens das Modell Noble & Cooley Medium, das eigentlich schon längst nicht mehr im Programm ist.
ELECTRONICS
Am Anfang stand das Dynacord ADD One, dann kam das ADD Two, gefolgt von unzähligen Samplern und Drum-to-MIDI Interfaces. Geblieben sind das DrumKat, das ich wegen seiner einzigartigen Pads schätze und in den letzten Jahren das Brain des DDrum4. Letzteres glänzt besonders mit seinen hervorragenden internen Sounds und seiner Triggergeschwindigkeit, leider gepaart mit einer Bedienoberfläche aus der tiefsten Steinzeit.
Aktuell benutze ich eines der Vorserienmodelle des 2BOX DRUMIT 5 - das ist einfach der Hammer! Noch nie habe ich auf einem E-Drumset gespielt, das sich so „akustisch“ anfühlt. Zusätzlich lässt sich das Brain frei am Rechner konfigurieren oder mit eigenen Sounds bestücken, das ganze System ist also offen. Entsprechend werde ich es demnächst mit meinen eigenen gesampelten Sounds füllen und dann berichten, wie gut das geht. Für mich im Moment die Zukunft des E-Drumming, ganz ehrlich.
MIKES
Traditionell bin ich mikrofontechnisch mit ELECTROVOICE verbunden, deren Produkte ich sehr schätze. Das N/D 868 ist für mich das beste erhältliche Bassdrum-Mikrofon, sehr gut klingen auch die N/D 468 an Toms und (live) an der Snaredrum. RE-200 sind solide Kondensatormikros, die sich live gut als Overheads eignen.
MONITORING
Meine In-Ear-Hörer sind von HEARSAFE, ich benutze verschiedene 1- und 2-Wege Modelle, je nach Einsatzzweck. Mein Monitorsystem sieht meist so aus, dass ich einen MACKIE Mixer DFX 6 oder DFX 12 neben mir stehen habe, auf Kanal 1 liegt das gesplittete Signal der Bassdrum an, auf Kanal 2 ein separates Overhead, das nur für meine Monitorbedürfnisse das Set von oben aufnimmt und auf Kanal 3 (oder 3 + 4, falls Stereo möglich ist), der Auxweg vom Monitorpult. Eine kleine und feine Lösung, die mich auf der ganzen Welt noch nie im Stich gelassen hat. 